"Ohne funktionierende Wirtschaft geht es nicht"

Bianca Winkelmann und Ralph Brinkhaus sprechen über Unternehmen im ländlichen Raum

Wenn es um die Zukunft des ländlichen Raumes geht, kommt es nicht zuletzt auf eine funktionierende Wirtschaft an. Davon ist die CDU-Landtagskandidatin Bianca Winkelmann überzeugt. "Wirtschaft ist nicht das wichtigeste Thema. Aber nur wo die Menschen Arbeit finden, da leben sie auch!", sagte sie bei einer Veranstaltung in Lübbecke, zu der sie den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus begrüßen durfte.

"Was braucht die Wirtschaft im ländlichen Raum?“ – Unter dieser Überschrift haben Winkelmann, Brinkhaus und interessierte Bürger im Hotel Borchard diskutiert. Die heimische CDU-Landtagskandidatin Winkelmann brach die Lanze für eine "Wirtschaftspolitik mit Maß und MItte". Kritik äußerte sie unter anderem am Landesentwicklungsplan (LEP), der Entwicklung im ländlichen Raum hemme statt sie zu fördern. Wirtschaftspolitik spiele in der amtierenden rot-grünen Landesregierung nicht die Rolle, die sie verdiene, meinte sie. "Das sieht man schon allein daran, dass kaum jemand die NRW-Minister für Wirtschaft und Arbeit kennt, fast jeder aber die für Umwelt und Schule", sagte Winkelmann.

Eine ähnlich desolate Bilanz attestierte der Regierung von Hannelore Kraft der Mann aus Berlin. Brinkhaus, der neben seiner Position als stellvertretender Fraktionsvorsitzender auch OWL-Bezirksvorsitzender ist, ging unter anderem auf die Neuverschuldung in NRW ein. 1,6 Milliarden Euro seien es in 2017 gewesen. Den Grund dafür sieht er im fehlenden Wirtschaftswachstum im Land und schlug daraufhin den Bogen zur Bundespolitik. Diskussionen über eine Rückwärtsrolle bei den Reformen der Agenda 2010 seien der falsche Weg. "Den Menschen, die Angst um ihren Job haben, müssen wir deutlich machen, dass wir mit ihnen die Zukunft gestalten und sie nicht alleine lassen wollen", betonte der Wirtschaftspolitiker aus dem Kreis Gütersloh.

Thematisiert wurde auch aus dem Publikum die immer weiter steigende Zahl an Gesetzen und Verordnungen. Weniger Bürokratie und dafür mehr Anstrengungen in Sachen Industrie 4.0 und Gründerkultur sieht Brinkhaus als die wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass auch in Zukunft ausreichend Unternehmen im ländlichen Raum vorhanden seien.

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