„Bei der Verkehrswende neue Wege gehen“

Gespräch an der Landesgrenze mit Markus Kleinkauertz

29.07.2022, 09:47 Uhr | Bianca Winkelmann

Grenzübergreifender Austausch zwischen Bianca Winkelmann und Markus Kleinkauertz: Die NRW-Landtagsabgeordnete und der CDU-Kandidat zur niedersächsischen Landtagswahl am 9. Oktober haben sich nun zum ersten Mal getroffen und am Hafen in Preußisch Oldendorf-Getmold über gemeinsamen Themen gesprochen.

„Egal ob es um die ärztliche Versorgung, Landwirtschaft oder die Verkehrsinfrastruktur geht, sind die Herausforderungen in unseren beiden Wahlkreisen sehr ähnlich“, befand Bianca Winkelmann nach dem Gespräch.

Während die Rahdenerin nun schon seit 2017 im Düsseldorfer Landtag sitzt, kandidiert Markus Kleinkauertz, der in Bohmte zuhause ist und in Preußisch Oldendorf arbeitet, nun zum ersten Mal für den Landtag in Hannover. Sein Wahlkreis umfasst die Stadt Bramsche sowie die Gemeinden Belm, Bohmte, Ostercappeln und Wallenhorst und grenzt damit direkt an den Mühlenkreis Minden-Lübbecke.

Als ein gemeinsames grenzübergreifendes Thema kristallisierte sich in dem Gespräch die Verkehrspolitik heraus. „Wenn wir es mit der Verkehrswende ernst meinen, kommen wir nicht umhin, neue Wege zu gehen“, sagt Markus Kleinkauertz. Der Niedersachse und die Nordrhein-Westfälin haben dabei nicht zuletzt die Binnenschifffahrt im Blick. „Wir wollen mehr Güter auf die Wasserstraßen bekommen“, zitiert Bianca Winkelmann ein Ziel aus dem jüngst verabschiedeten Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen in NRW. Jeder zusätzliche Container, der auf einem Schiff transportiert werde, bedeute eine Entlastung der Autobahnen. „Um das zu erreichen, braucht es beispielsweise moderne Schleusenanlagen.“

Potential sehen die beiden Christdemokraten auch in Sachen Schienenverkehr und hier insbesondere in Hinblick auf die Bahnstrecke zwischen Bad Holzhausen und Bohmte. „Dort, wo die Nachfrage gegeben ist, machen wir uns als CDU in Niedersachsen für die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken stark, das gilt gerade auch für den ländlichen Raum“, sagt Markus Kleinkauertz mit Verweis auf das Parteiprogramm. Sollte dies nicht möglich sein, setzt er auf den Ausbau des straßengebundenen ÖPNV.

Bianca Winkelmann sieht ihr Bundesland insgesamt auf einem guten Weg: „Ich bin Ministerpräsident Hendrik Wüst sehr dankbar, dass er in seinem damaligen Amt als Verkehrsminister diesen wichtigen Prozess zur Reaktivierung von Bahnstrecken in NRW angestoßen hat. Und jetzt findet sich dieses Thema auch an zentraler Stelle in unserem Koalitionsvertrag wieder.“