Kein Verständnis für die Finanzpolitik der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf zeigten die Mitglieder der CDU-Ortunion Hüllhorst-Ahlsen-Büttendorf im Verlauf ihrer jüngsten Versammlung. Im Wahlkampf zur Landtagswahl 2010 hatte die SPD versprochen, die Kommunen finanziell zu stärken. Die Auswirkungen für die Gemeinde Hüllhorst erläuterte der stellv. Bürgermeister Klaus Buchholz:

Entgegen ursprünglichen Berechnungen wurden die Schlüsselzuweisungen für das Jahr 2011 um 1,3 Mio € von 3,9 Mio € auf 2,6 Mio € gekürzt. Diese Lücke, so Buchholz, könne die Gemeinde nicht schließen, auch wenn aufgrund sparsamer Politik im Jahre 2010 vorausschauend 900.000 € weniger als geplant ausgegeben wurden.
 
Für das Jahr 2012 werden nach vorsichtiger Schätzung nur 780.000 € erwartet, da die Landesregierung die fiktiven Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern deutlich erhöht hat. Das bedeutet, dass die Landesregierung der Gemeinde Einnahmen unterstellt, die sie bei gültigen Steuersätzen noch gar nicht erzielen kann. Die hoch verschuldeten Kommunen, insbesondere die Städte in den Ballungsräumen, erhalten dagegen erhöhte Zuwendungen, um ihre Schuldenpolitik hemmungslos fortzusetzen.
 
Die Anwesenden waren sich einig, dass hier ein völlig falsches Signal gesetzt wird, das früher oder später auch sparsame Kommunen in die Haushaltssicherung treibt. Sie forderten, auch den ländlichen Raum angemessen zu fördern, um den Bürgern die Lebensqualität zu ermöglichen, die sie mit Ihren Steuermitteln erwirtschaften. Im Gegenzug sollen schlecht wirtschaftende Kommunen durch geeignete Maßnahmen zur Sparsamkeit gezwungen werden.

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