CDU beantragt Infrastrukturkonzept

Schluss mit der Flickschusterei

In den letzten Monaten haben sich Verwaltung und Politik immer wieder mit den verschiedensten Aspekten der vorhandenen Gebäude-Infrastruktur in unserer Gemeinde befasst. Der Gebäudebestand ist teilweise abgängig und die immer nur bedarfsweise durchgeführten Sanierungen haben zu keiner dauerhaften Verbesserung der Situation geführt.

So ist z.B. die aktuelle Situation im Bäderbereich auch eine Folge der seit Jahren bestehenden Fehlentwicklung in Hüllhorst, die dadurch begünstigt worden ist, dass es bisher unterlassen wurde aus der schon lange bekannten demografischen Entwicklung in den jeweiligen Ortsteilen und in Hüllhorst insgesamt die richtigen Schlüsse zu ziehen. So muss das Schnathorster Lehrschwimmbecken aufgrund von Bakterienbefall und anstehender Sanierungsmaßnahmen dauerhaft geschlossen werden. Anstatt eine zukunftsorientierte langfristige Richtung vorzugeben wurde bisher immer die kurzfristige Lösung zur Beruhigung der Diskussionen und zur Befriedigung einzelner Interessen gewählt.

Auch die neuerlichen Anträge der SPD und der Grünen zum Thema Sanierung gehen in diese Richtung. Anstatt eine langfristig angelegte Sanierungsstrategie abzuwarten sollen wieder einmal nur kurzfristig gedachte „Wahlgeschenke“ gemacht werden; und das gegen den ausdrücklichen Rat von Bürgermeister und Kämmerers die Entwicklung des Haushalts im Auge zu behalten.

Wir wollen dies zudem zum Anlass nehmen, alle notwendigen Entscheidungen für die Entwicklung unserer Gemeinde und insbesondere der zukünftig benötigten Infrastruktur auf Basis einer breiten gesellschaftlichen Diskussion darüber anzustoßen.

Um es klar zum Ausdruck zu bringen: Die CDU Hüllhorst steht für den Erhalt von eigenständigen und lebendigen Ortsteilen, die auch eine ausreichende Infrastruktur benötigen. Aber wir müssen in Zeiten der demografischen Entwicklung und der schwierigen Finanzlage auch berücksichtigen, was in der Zukunft notwendig und finanzierbar ist.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung war, die auch von der CDU eingeforderte Entscheidung, sich mit der Zentralisierung der Grundschulen auseinanderzusetzen. In einem breiten gesellschaftlichen Dialog gilt es abzuwägen, inwieweit eine Zentralisierung sinnvoll und notwendig ist, um auch zukünftig unseren Kinder die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche schulische Entwicklung bieten zu können. Dieses ist stets mit den Interessen der Menschen in den betroffenen Ortsteilen abzuwägen und dafür ggfs. angemessene Ausgleichs-Maßnahmen zu bieten. In diesem Zusammenhang stellt sich somit auch erneut die Frage nach einem zentralen Lehrschwimmbecken in unmittelbarer Nähe zu einer zentralen Grundschule. Käme man zu dieser Erkenntnis könnte eine teure Sanierungsmaßnahme, die einen bestehenden Standort langfristig sichert, nicht sinnvoll sein. Dann wären alternative Übergangs-Szenarien gefordert! Neben der Entwicklung der Lehrschwimmbecken und der Grundschulen wird uns kurzfristig auch die Entwicklung der Feuerwehrstandorte und der Dorfgemeinschaftshäuser beschäftigen.

Wir meinen, dass wir in Hüllhorst keine singulären Entscheidungen mehr treffen dürfen, die sich auf weitere, an anderen Stellen zu treffenden Entscheidungen auswirken werden, sondern müssen bei jeder Entscheidung das große Ganze im Augen behalten. In Zeiten knapper Ressourcen darf nicht mehr um den Kirchturm gedacht werden, sondern im Sinne aller rd. 13.000 Einwohner in Hüllhorst. Eine gesamtheitliche Betrachtung der Situation unserer Gemeinde ist aus unserer Sicht dabei unausweichlich.

Die CDU beantragt daher,

• dass die Verwaltung ein Verfahren initiiert, in der zusammen mit der Politik eine Strategie erarbeitet wird, die die infrastrukturelle, wirtschaftliche, ökologische sowie schulischen Entwicklung für Hüllhorst festlegt, die dann als Richtschnur für alle in der Zukunft zu treffenden Infrastruktur-Maßnahmen gilt. Das Verfahren sollte durch einen externen Berater begleitet werden. Im Haushalt 2019 sind dafür entsprechende Mittel einzustellen

• dass in der Analyse über einen möglichen zentralen Grundschul-Standort ergänzend auch die Frage nach einem zentralen Lehrschwimmbecken einbezogen wird

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